Privater Umzug

 

Das Finanzamt beteiligt sich grundsätzlich nicht an privaten Kosten. Wer aus rein persönlichen Gründen umzieht, muss dafür prinzipiell alleine aufkommen. Wer seine Kosten aber genau belegt, hat die Möglichkeit, Arbeiten im Haus oder in der Wohnung als sogenannte haushaltsnahe Dienstleistungen geltend zu machen.

Als solche Dienstleistungen gelten, unabhängig vom Umzug, auch Transportkosten und Kosten für Schönheitsreparaturen und Streichen.

Wichtig: Diese Arbeiten müssen von einem professionellen Unternehmen durchgeführt und mit einer Rechnung belegt werden. Bezahlen Sie die Mitarbeiter nicht bar, auch wenn das oft üblich ist, sondern nur per ordentlicher Banküberweisung. Sonst droht die Ablehnung durch das Finanzamt, das Barzahlungen auch gegen Quittung häufig nicht anerkennt.

Für haushaltsnahe Dienstleistungen können Sie im Jahr bis zu 20.000 Euro für Arbeits- oder Fahrtkosten geltend machen. 20 Prozent davon erhalten Sie als Steuererleichterung. Da heißt, die Einreichung kann Ihre Steuerschuld um bis zu 4.000 Euro senken.

 

Beruflich bedingter Umzug

Wann gilt mein Umzug als berufsbedingt?

Als berufsbedingt erkennen die Finanzämter einen Umzug an, wenn einer der folgenden Punkte zutrifft:

  • Der einfache Arbeitsweg verkürzt sich nach dem Umzug um mindestens eine halbe Stunde. Die Entfernung spielt hierbei keine Rolle. Um die Zeitersparnis nachzuweisen, den alten und neuen Weg zum Job per Routenplaner errechnen lassen.
  • Rückkehr aus dem Ausland. Wer in einem anderen Land gelebt hat und eine neue Stelle in Deutschland antritt, zieht berufsbedingt um.
  • Die Arbeitsbedingungen verbessern sich. In Einzelfällen erkennen die Finanzämter dies an. Zum Beispiel im Fall eines Arztes, der in die Nähe seiner Klinik zog, um Patienten besser betreuen zu können.
  • Sie treten eine neue Stelle an. Das ist der Fall, wenn Sie den Arbeitgeber wechseln oder wenn Sie in eine andere Stadt versetzt werden, aber auch, wenn Sie nach Ende der Ausbildung eine feste Stelle antreten.
  • Sie mieten eine Zweitwohnung wegen der Arbeitsstelle. Kann die Familie nicht mit umziehen oder können Sie aus sonstigen Gründen Ihren Lebensmittelpunkt nur schwer in die Stadt Ihrer Arbeitsstelle verlegen, kann die Anmietung einer Zweitwohnung sinnvoll sein. Die Kosten, die dabei entstehen, sind die eines berufsbedingten Umzugs.
  • Sie beziehen eine Dienstwohnung. Wer aus betrieblichen Gründen – zum Beispiel als Hausmeister – eine Wohnung des Arbeitgebers beziehen muss, zieht berufsbedingt um.

Wichtig: Der Umzug darf nicht vor dem Antreten einer neuen Arbeitsstelle passieren. Stellen Sie zumindest sicher, dass der Arbeitsvertrag unterschrieben ist – zu einem Datum vor dem Umzug. Ziehen Sie aus privaten Gründen um und suchen sich dann eine neue Arbeitsstelle, wird der Umzug nicht als berufsbedingt gewertet.

 

Welche Kosten kann ich bei einem berufsbedingten Umzug absetzen?

Alle Ausgaben, die mit dem Job zu tun haben, sind Werbungskosten. Also auch die Kosten, die bei einem berufsbedingten Umzug anfallen. Sofern der Arbeitgeber die Rechnung nicht übernimmt, können zwei Arten von Kosten geltend gemacht werden:

 

Allgemeine Umzugskosten

Zu den allgemeinen Umzugskosten gehören:

  • Kosten für die Suche der neuen Wohnung: Fahrten zur Suche und zur Besichtigung. Fallen Übernachtungskosten am Ort der neuen Wohnung an, können gegen Nachweis maximal zwei Reise- und zwei Aufenthaltstage steuerlich geltend gemacht werden.
  • Die erste Fahrt zur neuen Wohnung (30 Cent pro Kilometer).
  • Kosten für eine Umzugsfirma, die Verpackung und Transport übernimmt
  • Maklerkosten: Haben Sie einen Makler bestellt, der Ihre alte Wohnung vermittelt, können Sie dies steuerlich ebenso geltend machen wie die Kosten für die Vermittlung der neuen Wohnung. Achtung: Bei Vermietungen nach dem 30. Mai 2015 gilt das sogenannte Bestellerprinzip. Es muss derjenige die Courtage übernehmen, der den Makler beauftragt hat. Es ist dann nicht mehr rechtens, einem Mieter diese Kosten in Rechnung zu stellen, wenn er nicht selbst den Makler mit der Wohnungssuche beauftragt hat.
  • Doppelte Miete bis zu sechs Monaten: Wenn Sie für Ihre alte Wohnung weiterhin Miete bezahlen müssen, weil die Kündigung erst wirksam wird, nachdem Sie umgezogen sind.

Diese aufgelisteten Kosten können Sie in voller Höhe absetzen, wenn Sie sie entsprechend belegen.

 

Sonstige Kosten

Zu den Allgemeinen Kosten kommen die sogenannten Sonstigen Kosten hinzu. Dazu zählen:

  • Kosten für den Abbau von Geräten oder Möbeln in der alten Wohnung und Aufbau in der neuen Wohnung.
  • Trinkgelder für das Umzugspersonal (unbedingt belegen).
  • Kosten für Schönheitsreparaturen, also vor allem Streicharbeiten. Andere Renovierungskosten werden nicht anerkannt.
  • Anschluss des Telefons in der neuen Wohnung.
  • Kosten, die bei der behördlichen Ummeldung der Personen des Haushalts oder eines Kraftfahrzeugs entstehen (zum Beispiel Kauf neuer Kfz-Kennzeichen).
  • Umschulungsgebühren für Kinder, die mit umziehen und gegebenenfalls Kosten für Nachhilfeunterricht, wenn dieser durch den Umzug nötig wird.

 

Umzugskostenpauschale für Sonstige Kosten beim Umzug

  • Die Sonstigen Kosten werden in der Regel mit einer Pauschale abgegolten. Es wird der Betrag angesetzt, der an dem Tag, an dem der Umzug beendet wurde, gültig war.
  • Die Umzugskostenpauschale beträgt seit dem 1. März 2015 für Ledige 730 Euro und für Verheiratete 1460 Euro. Außerdem gibt es eine Pauschale in Höhe von 322 Euro für jede weitere Person im Haushalt.
  • Für Umzüge zwischen März 2014 und Februar 2015 liegen die Pauschalen bei 715 Euro beziehungsweise 1429 Euro und 315 Euro für weitere Personen.
  • Wer die Umzugskostenpauschale in Anspruch nimmt, benötigt keine Nachweise für die Sonstigen Kosten.
  • Wenn die tatsächlich bezahlten Sonstigen Kosten allerdings die Pauschale übersteigen, kann sich der Einzelnachweis lohnen. Hierfür müssen alle Aufwendungen belegt und addiert werden.

 

Angabe der Umzugskosten in der Steuererklärung

Um die Kosten steuerlich geltend zu machen, addieren Sie alle Kosten – also das, was Sie an "Allgemeinen Kosten" aufgewendet haben, plus der Umzugskostenpauschale oder die Summe, die Sie an "Sonstigen Kosten" bezahlt haben.

 

Tipp: Tragen Sie in der Steuererklärung nicht nur den Endbetrag ein, sondern legen Sie eine Übersicht der Kosten bei.

 

(Quelle:Immonet)

 

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